Long time no see

Drei Wochen lang keinen Eintrag- für einen Blog unverzeihlich. Doch es gab gute Gründe dafür. Der Wichtigste war wohl Grippus grandus familius- bis heute leider nicht ganz ausgemerzt. Daneben gab es Vorstellungsgespräche, Arbeitgeberwechsel, Tage in den Bergen, und ein “terrible two” der Sonderklasse. Wer sich also mal anschauen möchte, welche unglaubliche Energie kleine Kinder freisetzen können, um zu versuchen ihren Willen durchzusetzen, der seie herzlich bei uns willkommen. Für etwaige Ohrenschäden übernehmen wir aber keine Verantwortung!

Deneben aber ist etwas Wunderbares passiert: Der Frühling hat Einzug gehalten!! Die ersten Tulpen blühen, die Rosen machen Knospen, die Sonne scheint warm. Und die Kinder spielen wieder draussen, Verstecken in unserem Garten oder Velorennen auf der Strasse. Jajaja, juhu!!

Natürlich wurde auch gebastelt und gemalt. Zum Beispiel mit einer-  Salatschleuder! Der Grosse erzählte ganz aufgeregt, sie hätten in der Spielgruppe mit der Salatschleuder gemalt, was meine beschränkte Vorstellungskraft natürlich überstieg. Eine Woche später kam das Kunstwerk dann nach Hause, und ich muss sagen- erstaunlich, was so Salatschleudern alles können!

Auch Ostern hält langsam Einzug. Wobei langsam wohl das falsche Wort ist, wenn man auf die Massen von Schokolade und Dekoration schaut, die schon seit Wochen in den Regalen der Supermärkte stehen. Wir verweigern uns dem und beginnen eben langsam. Zum Beispiel mit dem Bemalen und Bekleben von Papierosterhasen. Da ist auch der Kleine gerne dabei, schliesslich kann er dann wieder einmal seine geliebte farbigen Punkte kleben.

Und nun geht es wieder die Sonne geniessen…..

Fremdgefreut

Während wir letzten Samstag die Engstligenalp geniessen durften, die trotz Winterzirkus auch für Nicht-Esoteriker ein Kraftort bleibt, war im Unterland die Hölle los- Fasnacht! Das Motto in unserem Dorf war aus der Filmindustrie, was eine Freundin zu folgender Bastelei für ihre Kinder veranlasste- inspiriert vom Film “Cars”:

Die Juroren bewunderten diese Kreativität so wie ich, und es gab flugs den ersten Preis!

Zu Gast beim Frölein

Gestern Abend gab’s was für die Grossen: Ein 4-gängiges Menü im Hans Im Glück mit vielen lustvollen Unterbrechungen durch das Frölein. Sie ist also nicht nur beim Giaccobo lustig, sondern live noch mehr. Mit viel Koketterie nimmt sie die Männer und sich selbst aufs Korn und erzählt humorvoll Geschichten aus dem Alltag. Jeder fühlt sich ein bisschen ertappt, und alle können herzhaft übereinander lachen! Herzlichst zu empfehlen!

Das hat er nicht von mir….

Bei uns haben die Legos Einzug gehalten. Eine wunderbare Erfindung! Plötzlich kann mein 4-jähriger da sitzen und sich ohne Mamas Beisein beschäftigen. Und wie! Während ich mich noch im Hausbau übe oder streng nach Vorlage Helikopter, Feuerwehrautos und Bauernhöfe zusammensetze, macht mein Sohn das:

Kamishibai

Vorletzte Woche waren wir in der Bibliothek Nussbaumen an einer “Bilderbucherzählung”.

Das schicke Wort dafür heisst Kamishibai, und wie der Name vermuten lässt, kommt die Idee ursprünglich aus Japan. Dort packten Erzähler ein kleines Holztheater auf den Gepäckträger ihres Gefährtes und unterhielten Kinder und Erwachsene mit Geschichten, zu denen sie Bilder in den Rahmen einspannten.

Heute frönt man dieser Art des Erzählens in Schulen und Bibliotheken, und die Rahmen und Bilder werden noch mit kleinen Gegenständen und Figuren erweitert.

Wir kamen in den Genuss von Es klopft bei Wanja in der Nacht, einer Geschichte über einen Mann, der dem Hasen, dem Fuchs und dem Bären einen warmen Ort zum Übernachten gibt- unter der Bedingung, dass sie sich gegenseitig nichts antun (was sie auch schaffen).

Die Geschichte selbst war nicht das Allerspannendste, das ich bisher gehört hatte. Sie wurde aber lebhaft erzählt und war untermalt mit Musik und bestückt mit schönen Gegenständen (wie einem Ofen) und Figuren. Leider waren diese ein wenig klein geraten, so dass die Kinder nicht alles mitbekamen. Auch waren 40 Minuten für diese Art Vorführung an der Grenze der Aufmerksamkeitsspanne von 4-6 jährigen. Dabei ein Lob der Erzählerin: Aufgrund der grossen Nachfrage hat sie die Geschichte nämlich nicht nur 2, sondern gleich 3 mal hintereinander aufgeführt, was sicher nicht einfach war! Wir freuen uns auf die nächste Aktion unserer Bibliothek.

Das Kätzchen auf der Bühne

Pitschi ist das kleinste und feinste der fünf Kätzchen der alten Lisette. Und es ist unglücklich. Wäre das Leben nicht besser, als ein starker Hahn, oder vielleicht als eine freundliche Ziege, oder wie wäre es, als Ente friedlich im Wasser zu schaukeln?

Silvia und Stefan Roos Humbel, zusammen das Puppentheater Roosaroos, erzählen mit wunderbar gefertigten Puppen die Geschichte von Pitschi, dem Kätzchen, die natürlich ein gutes Ende nimmt. Roosaroos versteht es, die Kinder mit ihren bunten Figuren, einer gut interpretierten Geschichte und passender Musik in den Bann zu ziehen- im Saal war es jedenfalls die ganzen 50 Minuten mucksmäuschenstill! Sehr empfehlenswert ab 4 Jahren, und zum Glück schon bald mit “Aschenputtel” wieder in unserer Nähe.